Erst Rot, dann gut Pfiff: Die Schiri-Kabinen der DSG sind fertig
Erst Rot, dann gut Pfiff: Die Schiri-Kabinen der DSG sind fertig

Erst Rot, dann gut Pfiff: Die Schiri-Kabinen der DSG sind fertig

Vor dem Umbau zeigte Schiedsrichter Malte Beversdorff der alten Kabine die Rote Karte. Drei Monate und acht Bautage später hat er sie abgenommen.

Wer bei der DSG pfeift, bekam bislang das älteste Stück des Sportheims: einen Tisch, einen Hocker, eine enge Duschkabine und Fliesen aus einer anderen Zeit. Malte Beversdorff kennt den Raum von beiden Seiten, als Druffeler und als Schiedsrichter. Für den Projektfilm stellte er sich vor die alte Tür, hob den Arm und sagte: "Rote Karte für unsere alten Kabinen." Platzverweis für einen Raum.

Ein Sommer, sechzehn Leute

Was danach kam, lässt sich zählen: 16 Helferinnen und Helfer zwischen 9 und 66 Jahren, 8 Bautage verteilt von Juni bis September, rund 150 Stunden. Alte Einbauten raus, Duschabtrennung gemauert, Fußbodenheizung verlegt, Estrich gezogen, gefliest, gespachtelt, gestrichen. Die Bauphase lag in den Sommerferien, also ohne Spielbetrieb, dafür mit Urlaubsplänen und Lieferzeiten, die in keinen Bauplan passen. Tobias Kleibaumhüter und Thomas Wapelhorst waren an fast jedem Bautag da.

Dazwischen das, was in keiner Stundenliste steht: die Jugend, die Porenbetonsteine auf Maß sägt; der jüngste Vereinsheimwerker, der mit einer Farbrolle auf eine Wand losgeht, die größer ist als er; und ein Kinderbild aus dem Malwettbewerb "Ohne Schiri kein Spiel!", das jetzt gerahmt auf der neuen Bank steht.

Das Urteil

Am 28. September kam die Bauabnahme, und sie kam vom eigenen Mann. Malte stand diesmal zwischen grauen Großformatfliesen statt vor der alten Tür: "Dank der Vereinshandwerker können wir Schiris uns hier wieder wohlfühlen. Von daher: Gut Pfiff und gute neue Kabinen!"

Rund 7.800 Euro hat das Projekt gekostet, getragen von der Starthilfe der Würth-Vereinsheimwerker-Aktion, Eigenmitteln des Vereins sowie Sach- und Materialspenden. Die DSG ist eines von 200 Projekten aus 1.280 Bewerbungen. Ende Oktober entscheidet die Würth-Jury, welche zehn ins Finale kommen.

Vorher, nachher, Film und Bautagebuch: alles auf der Projektseite.

Die Rote Karte bleibt ab jetzt in der Tasche.

Der Film zum Projekt