Die Zweite siegt 6:0 gegen GW Langenberg-Benteler III
Die Zweite siegt 6:0 gegen GW Langenberg-Benteler III

Die Zweite siegt 6:0 gegen GW Langenberg-Benteler III

Freitagabend, Flutlicht, Freundschaftsspiel: Die Zweite schlägt die Dritte von GW Langenberg-Benteler mit 6:0. Der Abend gehört einem, der ihn mit einem Fehlschuss begonnen hat.

Freundschaftsspiele am Freitagabend haben keinen guten Ruf. Es gibt keine Punkte, keine Tabelle, und in drei Wochen weiß kaum noch jemand das Ergebnis. Dabei ist so ein Abend der einzige Termin im Kalender, an dem ein Fehler nichts kostet. Er funktioniert wie die Hauptprobe einer Laienspielgruppe im Gemeindesaal: Kostüm an, Licht an, und wer seinen Einsatz verpasst, wird nicht ausgebuht, sondern darf die Szene noch einmal spielen.

An der Oaklane brannte das Flutlicht schon zum Anpfiff um halb acht, als man auch ohne noch gut hätte sehen können. Auf dem Rasen lagen die ersten Blätter des Herbstes, darüber hing eine geschlossene graue Wolkendecke, sechzehn Grad, kaum Wind. Zu Gast war die Dritte von GW Langenberg-Benteler, ein Verein, der eine Herrenmannschaft mehr zusammenbekommt als Druffel.

Eine Minute kurz vor acht

Nach einer Viertelstunde kam eine Flanke so genau auf Witte, dass man sie hätte einrahmen können. Er setzte den Ball über das Tor. Danach passierte lange wenig, bis ein Langenberger frei vor dem Druffeler Tor auftauchte und danebenschoss. Eine Minute später legte Noel auf der anderen Seite quer, und Tano schob ein.

1:0. Für Druffel.

Wittes Abend in drei Bildern

Was folgte, lässt sich an einem Mann erzählen. Erst tankte sich Marco kurz vor der Pause über links durch und legte ab, Witte schob ins lange Eck. Dann schickte ihn Dario nach einer knappen Stunde Pause in die Tiefe, 3:0. Und schließlich der Freistoß zum 5:0, den er so genau ins rechte Eck setzte, als wolle er der Flanke aus der fünfzehnten Minute nachträglich etwas erklären. Dazwischen fiel Jonas im Strafraum ein Ball vor die Füße, fünf Meter, 4:0.

Man sollte eine solche Überlegenheit gegen eine dritte Mannschaft nicht überbewerten, schon gar nicht in einem Spiel, das in keiner Statistik weiterlebt. Man darf sich aber darüber freuen, dass die Zweite mit wachsendem Vorsprung nicht nachließ, sondern immer genauer wurde.

Das letzte Wort hatte Marco, vier Minuten vor Schluss, aus zwanzig Metern in den Winkel. Thomas, der den Abend für die Mannschaftsgruppe mitschrieb, hielt fest: "Jetzt hat Marco seinen Zauberfuss entdeckt." Wer seinen Lauf vor dem 2:0 gesehen hatte, ahnte, dass er ihn nicht zum ersten Mal dabeihatte.

Zum Spiel: Zur Spielseite auf fussball.de

Abpfiff um zehn nach neun.