Die Druffeler Sportgemeinschaft lud am Gründonnerstag zur alljährlichen Generalversammlung. Der 1. Vorsitzende Jens Himmeldirk eröffnete die Versammlung, begrüßte Ehrenmitglieder, Thekenteam und Ortsvorsteher Thomas Kofort – und fand auch die Zeit für einen stillen Moment des Gedenkens.
Dann ging es rein in die Tagesordnung: Schriftführer Tim Abing verlas das Protokoll des Vorjahres – ohne Einwände angenommen. Im Kassenbericht wurde deutlich: Die Druffeler SG steht solide da, muss aber – wie so viele Vereine – auf steigende Kosten und neue Herausforderungen reagieren.
Die Abteilungen berichteten – Katrin Kuhn erzählte aus der Jugendabteilung von Talenttagen und Laternenbasteln, von Ideen, die den Verein zusammenbringen. Die Stadionfahrt mit der Jugend sowie der „Family and Friends Day“ stehen schon in den Startlöchern. Bei den Junioren ging es von Bambinis bis D-Jugend solide voran, auch wenn die B-Juniorinnen mangels Spielerinnen abgemeldet werden mussten – eine dieser leisen Nachrichten, die im Amateurfußball immer ein bisschen wehtun.
Im Seniorenbereich blickte Dennis Fuhrmann auf eine enge Tabellensituation der Ersten und ganz nebenbei auf seinen frisch erworbenen Trainerschein – auch das gehört zur Entwicklung eines Vereins. Die Zweite ackerte in ihrer Liga, während bei den Alten Herren um das geworben wurde, was überall öfter fehlt: Trainingsbeteiligung.
Und dann sind da noch die Geschichten, die man so nur in Druffel findet: die neue Abteilung „DSG Schocker“, die ordentlich etwas für die Vereinskasse erwirtschaftete. Die Minicar-Abteilung, die ihr 25-jähriges Jubiläum feierte. Und der Lauftreff, der beim diesjährigen Druffeler Volkslauf die Onlineanmeldung einführt.
Als es um die Entlastung des Vorstandes ging, fand Thomas Kofort klare Worte, mahnte Zusammenhalt an in Zeiten, in denen selbst die Kneipen im Ort weniger werden. Der Vorstand? Wurde einstimmig entlastet. Ein Vertrauensbeweis, der mehr sagt als jede Statistik.
Auch bei den Neuwahlen blieb es ruhig. Jens Himmeldirk blieb 1. Vorsitzender, unterstützt von Tobias Kleibaumhüter. Lukas Andrejczyk kümmerte sich weiter um die Finanzen, Tim Abing um die Schriftführung. Im Jugendbereich übernehmen Katrin Kuhn und Sebastian Kathöfer. Kontinuität statt Revolution – Druffel setzt auf eingespielte Abläufe.
Ein sensibles Thema folgte mit der Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Am Ende wurde eine moderate Erhöhung beschlossen – ein Schritt, der notwendig scheint, um den Laden am Laufen zu halten.
Unter „Verschiedenes“ dann noch ein Blick auf die Mitgliederzahlen: 537 zählte die DSG aktuell, ein leichtes Plus. Das jüngste Mitglied: der Sohn des Vorsitzenden. Die ältesten: 87 Jahre. Mehr Spannbreite geht kaum – und vielleicht beschreibt genau das diesen Verein am besten.
Zum Abschluss wurde es noch einmal emotional – und verdient laut.
Als Sportlerin des Jahres wurde Katrin Kuhn unter großem Applaus ausgezeichnet. Mit außergewöhnlichem Engagement hatte sie sich im Jahr 2025 in der DSG-Jugendabteilung eingebracht, Aktionen angestoßen und den Nachwuchsbereich mit Leben gefüllt.
Bei den Herren fiel die Wahl auf einen, der sonst selten im Rampenlicht steht: Geschäftsführer Tim Abing wurde Sportler des Jahres. Seit sieben Jahren hält er im Hintergrund den Laden am Laufen – kümmert sich um Schriftverkehr, Spielerpässe, An- und Abmeldungen sowie die Mitgliederverwaltung. Im vergangenen Jahr hatte er darüber hinaus die DSG-Homepage grundlegend überarbeitet und sorgt seitdem Woche für Woche dafür, dass sie auf dem neuesten Stand bleibt.
Am Ende dieses Abends blieb kein spektakuläres Ergebnis, kein Last-Minute-Tor. Aber etwas anderes: das gute Gefühl, dass dieser Verein funktioniert. Dass hier Menschen Verantwortung übernehmen, anpacken und weitermachen.
Oder, um es mit Kreisliga-Logik zu sagen: Die Druffeler SG steht nicht nur auf dem Platz stabil – sondern auch daneben.


