
Der Druffeler Fußballsonntag begann früh – und endete mit gemischten Gefühlen. Erst der wilden Achterbahnfahrt der Zweiten zusehen, danach der kontrollierten Vorstellung der Ersten. Kreisliga eben: alles dabei zwischen Hoffnung, Latte und Eigentor.
Zweite Mannschaft: Früher Rückstand, große Moral – aber keine Punkte
Gleich der erste Angriff der Gäste von Aramäer Gütersloh II brachte Druffel aus dem Takt. Nach sieben Minuten stand es bereits 0:1 – ein Start, der sich anfühlte wie ein kalter Windstoß über den Sportplatz.
Doch Druffel antwortete schnell. Mathis marschierte außen bis zur Grundlinie, legte scharf in die Mitte – und dort stand Dario genau richtig. Flacher Abschluss, 1:1 nach neun Minuten. Die Partie war wieder offen.
Kurz darauf hätte Druffel das Spiel sogar drehen können, doch ein Abschluss klatschte nur an die Latte. Statt Jubel folgte der nächste Rückschlag: Gütersloh stellte innerhalb weniger Minuten auf 1:3, der dritte Treffer per Elfmeter.
Zur Pause wirkte das Spiel schon fast entschieden.
Doch Druffel kam mit neuer Energie aus der Kabine. In der 51. Minute lief Dima alleine auf das Tor zu und schob cool zum 2:3 ein. Plötzlich war wieder Leben im Spiel – und Hoffnung auf ein Kreisliga-Comeback.
Druffel drückte, kam zu Abschlüssen und Standards, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Stattdessen sorgte Torhüter Dustin mit mehreren Paraden dafür, dass seine Mannschaft im Spiel blieb.
Als Druffel in der Schlussphase alles nach vorne warf, setzte Gütersloh den Schlusspunkt: 2:4 in der Nachspielzeit. Ein Spiel, das kämpferisch stimmte – aber ohne Punkte endete.
Erste Mannschaft: Geduldsspiel mit verdientem Ende
Am Nachmittag war dann die erste Mannschaft dran – und hatte nach der bitteren Niederlage gegen Friedrichsdorf etwas gutzumachen.
Die Anfangsphase gehörte Druffel. Bereits nach wenigen Minuten rutschte Noel im Strafraum beim Abschlussversuch weg, wenig später schickte Gianni Mark auf die Reise, dessen Abschluss jedoch über das Tor segelte.
Der Führungstreffer fiel schließlich nach einem Klassiker des Amateurfußballs: Ecke, Chaos, Eigentor. Julien verlängerte den Ball in den Strafraum – und ein Liemker Verteidiger bugsierte das Leder unglücklich ins eigene Tor. 1:0 nach zehn Minuten.
Danach entwickelte sich ein Spiel, das man in Druffel bestens kennt: viel Mittelfeld, viele Zweikämpfe, wenig klare Torchancen.
Nach der Pause blieb Druffel spielbestimmend. Chancen von Justin per Kopf oder Niklas aus der Distanz sorgten für Gefahr, doch der zweite Treffer ließ lange auf sich warten.
Erst fünf Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung: Justin brachte den Ball scharf in die Mitte, Till stand goldrichtig und lenkte ihn über die Linie. 2:0 – und endlich Ruhe auf der Bank.
Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter ab. Ein verdienter Sieg für die Druffeler SG, der vielleicht nicht spektakulär war – aber genau die Sorte Ergebnis, die man nach einer Niederlage braucht.
Am Ende bleibt ein typischer Druffeler Doppelspieltag:
Die Zweite kämpft und verliert, die Erste erledigt ihre Pflichtaufgabe. Und irgendwo zwischen Latte, Eigentor und spätem Treffer riecht der Platz wieder nach Kreisliga.
So wie es sein soll.
